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 Fach- und Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und Immunologie

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Krebs

Krebs bezeichnet in der Medizin einen bösartigen Tumor. Krebs ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören können. Krebs hat unterschiedliche Auslöser, die letztlich alle zu einer Störung des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellzyklus (Wachstum und Teilung) und Zelltod (Apoptose) führen.

Krebs - Blasenkrebs

Das Hauptsymptom bei Blasenkrebs ist das meist schmerzlose Auftreten von Blut im Urin. Häufiges Wasserlassen, Blasenreizung, in späteren Stadien auch Lymphknotenschwellungen können Hinweise für einen Blasentumor sein. Auch der mikroskopische Nachweis von roten Blutzellen im Urin ist weiter abklärungsbedürftig.  

Die Zelluntersuchung des Urins, die Kontrastmitteldarstellung der Harnwege sowie die Spiegelung der Blase mit Probeentnahme sind wesentliche diagnostische Verfahren. Ergänzend sollte eine Ultraschalluntersuchung und CT-Untersuchung sowie eine Lungenröntgenaufnahme und Knochenszintigraphie erfolgen.  

Der häufigste Gewebetyp bei Blasenkrebs ist das Urothelcarcinom (90 %), daneben finden sich Plattenepithelcarcinome, Adenocarcinome, kleinzelllige Carcinome und undifferenzierte Carcinome. Der Differenzierungsgrad wird nach G1 bis G4 beurteilt. Zytogenetische und molekularbiologische Veränderungen bei Blasenkrebs sind beschrieben, ihre Bedeutung für die Prognose ist zur Zeit noch nicht abzuschätzen.  

Die Stadieneinteilung des Blasenkrebs es erfolgt nach der klinischen und pathologischen TNM-Klassifikation. Dabei unterscheidet man den oberflächlichen Blasenkrebs Tis, Ta, T1 N0 M0 vom invasiven Blasenkrebs T2 – T3b N0 M0 und vom organüberschreitenden und metastasiertem Carcinom T4 N1 oder 2 M1.  

Die Prognose beim oberflächlichen Blasenkrebs ist abhängig von der Eindringtiefe und vom Differenzierungsgrad des Tumors. Bei infiltrierendem Blasenkrebs ist der weitere Verlauf von der Eindringtiefe, nachgewiesenen Lymphknotenabsiedlungen, dem Grad der chirurgischen Entfernung und dem Vorliegen von Tochtergeschwülsten abhängig, während der Differenzierungsgrad des Tumors eine untergeordnete Rolle spielt. Ausführliche Informationen auch zur Therapie finden Sie hier: www.harnblasen-krebs.de/blasenkrebs/

Krebs - Bronchialkrebs

Das Intervall zwischen Auftreten von Beschwerden und Diagnose der Erkrankung an Bronchialkrebs ist häufig kurz. Husten, Kurzatmigkeit, Schmerzen und Heiserkeit stehen im Vordergrund. In manchen Fällen führen vom Tumor gebildete Eiweißstoffe zu verstärkter Calciumausschwemmung, Muskelschwäche oder einem Krankheitsbild, wie es bei Überfunktion der Nebennierenrinde beobachtet wird.

Als Basisdiagnostik werden die Röntgenuntersuchung des Brustkorbes, Computertomographie, Ganzkörper-Skelettszintigraphie und Sonographie bzw. Computertomographie des Bauchraumes durchgeführt. Wegen der frühzeitigen Streuung bei Bronchialkrebs ist zur Beurteilung der Ausdehnung auch eine Nadelpunktion des Beckenkamms (Knochenmarkdiagnostik) und eine Computertomographie des Schädels notwendig. Neben der Routine-Labordiagnostik sollten die Tumormarker CEA und neuronenspezifische Enolase (NSE) bestimmt werden. Bei Hinweisen auf hormonelle Aktivität beim kleinzelligen Bronchialkrebs  sind weitere gezielte Untersuchungen notwendig. Die Diagnosesicherung erfolgt durch eine bei der Bronchoskopie entnommene Gewebeprobe. Zum Ausschluss eines Lymphknotenbefalls im Mittelfell erfolgt hier eine endoskopische Untersuchung (Mediastinoskopie) mit Probenentnahme.

Nach der Weltgesundheitsorganisation wird unterschieden: Ein lymphozytenähnlicher Typ, ein intermediärer Typ und ein kombinierter Typ mit Anteilen eines Plattenepithel-, Adeno- oder großzelligen Carcinoms.

Auch beim kleinzelligen Bronchialkrebs kommt die TNM-Klassifikation zur Anwendung. Daneben hat sich für den klinischen Gebrauch eine Einteilung in eine begrenzte Erkrankung (limited disease) und eine ausgedehnte Erkrankung (extensive disease) bewährt. Die begrenzte Erkrankung bezieht sich auf den Tumor in einem Lungenflügel ohne Infiltration in die Brustkorbwand mit gleichseitigen Lymphknoten an der Lungenwurzel (hilär), unter dem Schlüsselbein (supraclaviculär) oder mediastinal.

Die ausgedehnte Erkrankung kann noch weiter differenziert werden in ausgedehnteren Lymphknotenbefall und Ergüsse (ED 1), das Vorhandensein von Metastasen in einem Organ (ED 2a) und Fernabsiedlungen in mehreren Organen (ED 2b). Ausführliche Informationen auch zur Therapie finden Sie hier: www.krebs-1.de/bronchialkrebs/

Krebs - Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhalskrebs kann heute durch eine einfache Abstrichuntersuchung frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Im Gegensatz zum Gebärmutterkrebs entwickelt sich der Gebärmutterhalskrebs nicht aus der Schleimhaut der Gebärmutter, sondern aus Plattenepithelschleimhaut, die der Schleimhaut der Mundhöhle ähnelt. Als wichtigste Ursache für das Entstehen eines Gebärmutterhalskrebs gelten heute Infektionen mit Papillomviren, die sexuell übertragbar sind. Der Gebärmutterhalskrebs ist nach den bösartigen Krebsformen der Brust, des Darms und der Gebärmutter die 4. häufigste Krebserkrankung der Frau.

Wenn der Gebärmutterhalskrebs selbst oder die Operation oder die Bestrahlung bleibende Schäden hinterlassen haben – was je nach Lage des Gebärmutterhalskrebs nicht immer vermeidbar ist -, sind wir in der Lage, eine sog. „Rehabilitationsmaßnahme“ durchzuführen: Sie werden von erfahrenen Therapeuten so geschult, dass durch den Schaden verloren gegangene Fähigkeiten weitestgehend wiederhergestellt werden können. Wo das nicht möglich ist, kümmern wir uns um Hilfsmittelversorgung und ggf. auch häusliche, pflegerische Assistenz. Weitere Informationen zur AHB/Reha erhalten Sie hier: www.gebaermutterhals-krebs.de

Krebs - Prostatakrebs

Der Prostatakrebs ist mit über 40.000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Seit Ende der 80er Jahre ist es zu einem kontinuierlichen Anstieg der Erkrankungen, auch durch verbesserte Diagnostik und Zunahme der Lebenserwartung, gekommen.

Die möglichen Therapieformen sind differenziert und abhängig vom Stadium, dem Rezidivrisiko, der Symptomatik und der Lebenserwartung. Nach Operation oder Strahlentherapie bestehen häufig Funktionsstörungen und Einschränkungen der Lebensqualität, so dass eine anschließende stationäre Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung sinnvoll ist. Männer mit Prostatakrebs werden in ihrem männlichen Selbstbewusstsein zentral getroffen, da Harnkontrolle und Sexualität zumindest vorübergehend gestört sind. Frühzeitige gezielte Rehabilitationsmaßnahmen und psychosoziale Unterstützung zur Förderung der Krankheitsverarbeitung sind daher wichtig.

In der Sonnenberg-Klinik in Bad Sooden-Allendorf wird seit Anfang 2006 ein spezielles Rehabilitationskonzept für Männer nach Behandlung vom Prostatakrebs durchgeführt. Nach einer internistischen und urologischen Diagnostik und Abklärung des Rehabilitationsbedarfs und der Rehabilitationsziele wird ein Therapieplan aufgestellt, der sich an den speziellen Bedürfnissen des Patienten orientiert. Ziele der Rehabilitation sind vor allem eine rasche Besserung der Harninkontinenz, der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Förderung der Krankheitsbewältigung und emotionalen Entlastung. Bestandteile der Rehabilitation sind die folgenden Therapiekomponenten.... lesen Sie hier weiter: www.1-prostatakrebs.de  

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Aktualisiert: Juni 2010

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